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Abnehmen mit Ananas, Kiwi und Papaya: So sinnvoll ist die neue Enzym-Diät

Diese Diät dreht sich rund um die Wunderwaffe Enzyme. Denn die sollen sich positiv auf Fettverbrennung und Verdauung auswirken und so überschüssigen Kilos den Kampf ansagen. Zumindest kurzfristig. Warum es dennoch kritische Stimmen gegenüber dem Abnehmen mit Enzymen gibt und warum für diese Kur jede Menge Disziplin vorausgesetzt wird – ich habe alle Details herausgefunden.




Enzyme sind lebensnotwendig, denn diese werden für viele verschiedene biochemische Prozesse im Körper benötigt, vom Kopieren der Erbinformationen bis hin zu diversen Stoffwechselvorgängen. Hier kommt die Enzym-Diät ins Spiel, denn sie basiert auf der Theorie, dass gewisse Sorten gezielt Fettverbrennung und Verdauung beschleunigen sowie verbessern können und damit schnell zur Traumfigur verhelfen. Während der menschliche Organismus Enzyme selbst herstellen kann, stecken diese auch in einigen Lebensmitteln, die den Körper zusätzlich unterstützen. Im Fokus der Diät: tropische Früchte wie Ananas, Papaya oder Kiwis, die nicht nur herrlich süß schmecken, sondern auch besonders reich an den schlankmachenden Wunderstoffen sind und obendrauf wenig Kalorien enthalten.



Während der Diät kommen ausschließlich enzymreiche Früchte auf den Teller, andere Lebensmittel sind tabu. Das Konzept zählt damit zur Kategorie Mono-Diäten, die zwar als einseitig und streng gelten, dafür aber besonders schnellen Erfolg bringen. Das liegt nicht nur an der Beschränkung auf eine einzige Nahrungsmittel-Gruppe, sondern auch an der drastischen Kalorienreduktion. 1.000 Kalorien markieren die tägliche Grenze, was in etwa ein bis zwei Kilogramm Obst entspricht. Die Portionen können nach Belieben über den Tag hinweg verteilt werden. Wichtig ist zudem, dass ausschließlich frische Früchte verzehrt werden. Vitamine aus der Dose oder als fertiges Kompott sind nämlich häufig von Zusatzstoffen und Zucker begleitet und damit streng verboten.


Welche Obstsorten nun konkret empfohlen werden und welche Vorteile sie für den Körper bringen, verrate ich hier im Überblick: 

 

Ananas: Sie enthält ein Enzym namens Bromelain. Es regt, einmal im Darm angekommen, die Spaltung von Proteinen an und hilft, diese schneller zu absorbieren. Zusätzlich wird Bromelain nachgesagt, dass es die Fettverbrennung ankurbeln soll. Das ist allerdings noch nicht vollständig wissenschaftlich bestätigt. Belegt wurde hingegen, dass die Ananas-Enzyme entzündungshemmend auf den Körper wirken, was als großes Plus für unseren Darm sowie der gesamten Gesundheit zu werten ist. Die Fruchtsäuren, die in der Ananas stecken, können zudem Ablagerungen im Gewebe binden und ausspülen – der Tropenfrucht wird daher eine entwässernde und entschlackende Wirkung zugeschrieben.


Papaya: Sie gelten aufgrund des enthaltenen Papains als echtes Superfood. Das spezielle Enzym hilft ebenfalls, Proteine zu verdauen, soll die Fettverbrennung steigern und wirkt sich beruhigend auf den Verdauungstrakt aus. Beschwerden wie Blähungen oder Verstopfung können durch den regelmäßigen Verzehr von Papayas gelindert werden. Die tropische Frucht besteht zudem aus 90 Prozent Wasser. Das sorgt für nur 35 Kalorien pro 100 Gramm und versorgt den Körper mit reichlich Flüssigkeit. Der optimale Detox-Effekt während der Kur.


Kiwis: Actinidain nennt sich das Enzym, das in Kiwis zu finden ist. Es hilft, schwerverdauliche Proteine wie Fleisch schneller durch den Darm zu schleusen. In Studien fand man zudem heraus, dass die enzymreichen Kiwis Blähungen sowie Verstopfungen verbessern. Die grüne Frucht fördert durch das Hormon Serotonin darüber hinaus einen tiefen Schlaf – und der ist notwendig für einen gesunden und schnellen Stoffwechsel. 


Mangos: Auch die süße Mango ist reich an Amylasen. Genau wie Bananen unterstützen die Fruchtenzyme den Abbau von Kohlenhydraten. Mangos sollen zudem den Stoffwechsel anregen und gegen Verstopfungen helfen.


Neben den verschiedenen Früchten sollte die Diät außerdem von ausreichend Flüssigkeit begleitet werden. Stilles Wasser, ungesüßter Tee oder schwarzer Kaffee sind optimal. Auf Fruchtsäfte, fertige Smoothies, Soft Drinks und Co. sollte hingegen verzichtet werden. 


Risiken und Kritik rund um die Enzym-Diät:


Süße Früchte naschen, keine komplizierten Regeln und im Rekordtempo abnehmen – klingt eigentlich nach einem entspannten Plan. Dennoch gibt es jede Menge kritische Stimmen rund um die Enzym-Diät. Das liegt erstens daran, dass sich diese teilweise auf vage wissenschaftliche Erkenntnissen stützt. Besonders die Fatburner-Wirkung wird von Wissenschaftlern noch als Mythos betrachtet. Zweitens ist es die einseitige Ernährung, die für Kritik sorgt. Zwar sind Früchte ohne Zweifel super gesund – wer allerdings länger, als nur ein paar Tage ausschließlich Obst isst, riskiert einen ernstzunehmenden Nährstoffmangel. Auch die hohe Menge an Fruchtzucker sowie Fruchtsäure sind bedenklich. Sie können die Zähne angreifen, die Mundschleimhäute schädigen oder sogar für Durchfall sorgen. Zuletzt wird kritisiert, dass sich die Diät deshalb so erfolgreich anfühlt, weil man jede Menge Wasser verliert. Der Verlust macht sich auf der Waage schnell positiv bemerkbar. Nach Ende der Diät kehren die Flüssigkeiten aber auch mindestens so rasch wieder zurück. Das so hartnäckige Fett, das eigentlich abgebaut werden müsste, verändert sich durch die Diät hingegen kaum.



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