• Mike Freebush

Keeping The Romance Alive

Wahrscheinlich hat jeder schon einmal gehört, dass eine Beziehung Arbeit bedeutet. Ich glaube sogar, dass man in Fachkreisen tatsächlich von "Beziehungsarbeit" redet - wie dem auch sei, hier erfahrt ihr meine Tipps für eine glückliche Langzeitbeziehung.



© Vickson Santos

1. Das Spiel von Nähe & Distanz

Beziehung heißt immer einen Teil von sich aufzugeben und einen Schritt auf sein Gegenüber zuzugehen. Trotzdem sollte jedes Individuum seinen eigenen Freiraum behalten, um sich selbst treu zu bleiben. Natürlich kann man bei einer ausgiebigen Online-Recherche nach genauen Zahlen suchen, wie viel jedes Individuum von sich aufgeben müsste, damit die Beziehung "passt", aber ich denke das ist ein ganz spezielles Aushandeln und funktioniert in jeder Partnerschaft immer individuell. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es enorm wichtig ist, genug gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen, so dass beide Individuen ein gemeinsames Wir-Gefühl miteinander entwickeln können. Wie viel das genau ist, muss jedes Paar für sich herausfinden. Es bringt nichts, sich mit anderen zu vergleichen, denn die haben andere Bedürfnisse.


2. Von Langeweile & Lust

Im Bett tauchen nach ein paar gemeinsam verbrachten Jahren oft zwei Probleme auf:


1. Die Lust geht flöten

2. Langeweile stellt sich ein.


Wer immer die gleiche Choreografie preformt sollte – ihr ahnt es schon – für Abwechslung sorgen. Klingt banal, aber die Lösung ist tatsächlich so einfach! Leider warten viele einfach nur darauf, dass ihr Gegenüber mit einer neuer Technik auffährt oder ein verrücktes Sextoy aus dem Cape schüttelt. Hier ein paar Anregungen für euch


Wartet nicht darauf. Nehmt es besser selbst in die Hand: Legt beim DVD-Abend überraschend mal einen Porno ein oder schenkt einen Bondage-Kurs für zwei – ganz egal, Hauptsache anders als sonst. Wetten, dass das Gegenüber mitziehen wird? Intimität bedeutet auch, Komfortzonen zu verlassen. Natürlich soll niemand etwas tun, was keinen Spaß macht. Doch ohne den Mut, miteinander Grenzen zu überschreiten, wird sich im Bett leider nichts ändern.


3. Der Alltagstrott

In einer Langzeitbeziehung machen wir immer wieder Kassensturz und rechnen, ob wir genügend zurückbekommen. Ideal ist es, wenn beide dies als ausgeglichen empfinden. Aber in den meisten Fällen ist es doch so, dass sich ein Individuum übervorteilt fühlt. Im Haushalt gibt es in der Regel einen Part, der ca. 20 bis 45 Minuten am Tag mehr putzt wie der andere Part. Hier lohnt es sich, dem "fauleren" Gegenüber ein paar Fakten aufzutischen. Natürlich kann man das Gegenüber auch mit kleinen Hilfestellungen und viel Lob dazu bringen einfach ein bisschen mehr mitzuhelfen. Im Zweifel gibt es auch Putzhilfen - das kann dem ein oder anderen Paar sicher eine große Erleichterung sein.


4. Richtig streiten

Ein gepfefferter Streit mit Brüllen und Ausrasten mag manchmal wirken wie ein reinigendes Gewitter, schlaucht aber ehrlich gesagt auch immer. Wusstet ihr, dass das Stresslevel bei Männern während eines Beziehungsstreits extrem ansteigt und sich danach nur langsam wieder senkt? Frauen hingegen empfinden solche Gespräche als befreiend und stärkend für die Partnerschaft. Bevor es also zu reihenweise Herzanfällen bei Männern kommt, sollte man doch besser nur streiten, wenn es wirklich Sinn macht. Glückliche Paare amüsieren sich übrigens über Kleinigkeiten und sparen sich die Energie für die wichtigen Dinge auf. Stundenlanges Zerreden macht ein Problem nur noch größer.


5. Ohne Moos nix los

Schwierig kann es werden, wenn man unterschiedliche monetäre Mittel hat oder der eine aus Prinzip jeden Cent spart, während der andere alles verprasst. Grundsätzlich ist es ratsam, ein gemeinsames Konto für Miete, Urlaub etc. anzulegen und den Rest des Monatsgehalts für sich zu behalten. So gibt es keinen Ärger und Fragen darüber, wer was ausgibt. Falls das Portemonnaie der einen Person dicker ist als das vom Gegenüber, kann es sein, dass sich das Gegenüber schnell minderwertig fühlt und oft neigt eins der Individuen dann dazu, den Ton angeben zu wollen, weil es mehr in die Beziehung „investiert". Dieses Ungleichgewicht darf man nicht ausnutzen. Weder sollte man als Großverdiener Gegenleistungen fordern („Ich bezahle den Urlaub.Also kannst du wenigstens die Planung übernehmen.“), noch darf das Gegenüber zum Schmarotzer mutieren.


6. Sich die Liebe beweisen

Jeder Beziehung tut es gut, wenn man den Partner wissen lässt, wie gern man ihn hat. Solche kleinen "Liebesbeweise" zeigen dem Partner, dass man an ihn denkt und die Beziehung schätzt. Dabei muss ein Liebesbeweis keine große oder teure Sache sein. Viel wichtiger ist zu wissen, mit welchen kleinen Gesten oder Überraschungen man seinem Liebsten bzw. seiner Liebsten Freude bereiten kann. Mit etwas Kreativität und Fantasie kann man oft viel besser seine Zuneigung beweisen, als mit aufwendigen oder teuren Geldgeschenken.


7. Die Zukunft planen

Findet heraus, wovon euer Gegenüber träumt, welche Pläne es für die Zukunft hat. Im besten Fall deckt sich das mit den eigenen Vorstellungen von den nächsten Jahren.

Zusammen etwas auf die Beine zu stellen ist übrigens der perfekte Beziehungsklebstoff. Es muss ja nicht gleich ein gemeinsames Geschäft sein, auch das Projekt „Wohnungsrenovierung“ kann zusammenschweißen. Übrigens sollte man sich immer mal wieder ein Update vom Gegenüber einholen, so läuft man auch nicht Gefahr sich auseinanderzuleben. Natürlich ändern sich Wünsche und Ziele regelmäßig. Wenn die individuellen Pläne mal nicht zusammenpassen, kann auch ein Kompromiss helfen.


Vielen Dank an Vickson Santos für die Fotos.



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